Turner Cody

turner-codyAlbum: First Light release date: 28. März 2008

„Raus aus der Genrehölle, rein in die unendlichen Möglichkeiten melancholischer Liebeserklärungen an die Erzählung, die Melodie und die Stimmung.” (Spex zu „60 Seasons”)

Cody (…) lässt sich von den Melodien tragen, die sich von selbst singen, so gut sind sie. (…) 60 SEASONS könnte das fehlende Verbindungsstück zwischen Bob Dylans HIGHWAY 61 REVISITED und dem mittleren Adam Green-Folk sein, oder einfach: die Offenbarung eines in der Tradition gereiften Songwriters beim unschuldigen ersten Hören.” (Musikexpress zu „60 Seasons”)

turner cody first light“First Light” ist Turner Cody’s zweiter Longplayer. Die rauen Aufnahmen sind geerdet in bester amerikanischer Musiktradition, wobei die Songs von Urban Folk, Jazz über mitreißende, gefühlvolle Balladen bis hin zu blues-gesteuertem Boogie-Woogie reichen. Umgeben von elektrischen und akustischen Gitarren, Bass, Schlagzeug und Bläsern stehen Turner Cody’s Lyrics, die treibende Kraft von “First Light”. Seine Texte können sowohl rührend direkt sein, wie im Titelstück “First Light” oder in dem entspannten Gassenhauer “Lowlands”, als auch abstrakt erzählend wie bei „Camptown Ladies” oder „Irene”. In jedem Fall zeigen seine Songs ein Höchstmaß an Konzentration für geschicktes Songwriting und Details in den Arrangements. Cody’s Arbeit greift zurück auf das Empfindungsvermögen um das es bei einem guten Song gehen sollte; eine poetische Konstruktion von Rhythmus, Vers und Melodie – that’s it!

Obwohl das Songmaterial auf „First Light” fein abgestimmt ist, sind die Aufnahmen bewusst rau und lässig – ganz dem Moment verbunden. Nur ein paar Overdubs wurden verwendet. Cody’s Gesangparts sind alles sogenannte “first takes”. Diese Vorgehensweise verleiht der Aufnahme eine wunderbare Authentizität und Dynamik – die Platte besitzt eine lässige Vitalität, deren Wert mit jedem Hören wächst.

Jon Natchez, einigen von der Band Beirut bekannt, spielt Klarinette, Trompete und Saxofon-Linien, die schon bei Cody’s Mini-Hit „Suzannah” dunkle, wie zarte Akzente setzten. Die Bläserparts verleihen den live-anmutenden, folkigen Songs auch hier wieder eine besondere Raffinesse. Die Energie des neuen Albums ist im Grunde leicht zu definieren: hier treffen großartig komponierte Songs auf eine inspirierte, Live-im-Studio spielende Band. Eine Platte deren unverstellte Liebe zur Musik aus jedem Song spricht.

Turner Cody 2Turner Cody lebt in New York City wo er im berühmten Sidewalk Café 1999 begann Konzerte zu spielen und aufzunehmen. Ein Song von ihm findet sich auf der ersten Antifolk Compilation, 2002 bei Rough Trade veröffentlicht, mit u.a. The Moldy Peaches, Jeffrey Lewis, Diane Cluck.

Während der letzten beiden Europatouren spielte Turner Cody Bass bei den befreundeten Herman Dune und eröffnete auch deren Konzerte. Wenn er sich in London aufhält spielt er gern zusammen mit den Wave Pictures. Cody ist Teil der The Citizens Band, einer Cabaret-artigen Performance-Gruppe im Vaudeville-Style, deren Mitglieder aus Schauspielern, MTV-VJs, Models und Musikern bestehen und höchst beliebt sind. Er ist Mitbegründer der sogenannten „Hassid meets Hipster”- Veranstaltungs-Reihe, die jetzt schon ins fünfte Jahr geht. Gehen Sie mal hin, wenn Sie in New York sind, eine echte anarchistisch-künstlerische Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst. Wenn Turner Cody gerade mal nicht spielt, Songs schreibt oder aufnimmt, dann legt er Platten im East Village auf und neuerdings hat er auch eine eigene Radioshow….

Songbeispiel: Turner Cody – Forever Forever http://boxstr.com/files/64229_quy8m/turner_cody–forever_forever.mp3

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